Studium an der Academie voor Beeldende Kunsten en Techn. Wetenschappen, Rotterdam (1917 Diplom mit Auszeichnung). Dort ab circa 1915 als Zeichner im Büro von Willem Kromhout tätig. 1919 Studium am Voortgezet en Hooger Bouwkunst Onderricht in Amsterdam. Anschließend Mitarbeiter im Architekturbüro von Willem Verschoor in Den Haag und Gerrit Jan Rutgers in Amsterdam.
Studienreisen nach Italien und Deutschland, 1922 in Weimar Kontakt mit Theo van Doesburg und dem Bauhaus. In dieser Periode Untersuchungen Eesterens zur Stadtplanung. Ab 1923 in Paris zusammen mit Van Doesburg und Gerrit Thomas Rietveld an verschiedenen Projekten tätig, beeinflußt von der De Stijl-Bewegung. Befreundet mit Pieter Cornelis Mondriaan. In den 20er Jahren nähert sich Eesteren dem Funktionalismus an und entwickelt sich als Stadtplaner weiter: 1923/24 Teilnahme am Cours Hautes Etudes Urbaines an der Sorbonne in Paris; 1924-26 Verkehrsstudie Paris. Zugleich Büroleiter des Architekten Jan Wils während dessen Teilnahme am Bau des Olympiastadions in Amsterdam. 1925 Mitglied der Architektenvereinigung Opbouw in Rotterdam. 1927-30 Dozent für Städtebau an der Staatlichen Hochschule für Baukunst, bildende Kunst und Handwerk Weimar. Ab 1927 Kontakt mit Arthur Lehning, Jacobus Johannes Pieter Oud und Mart Stam. Mit diesen sowie mit der Film Liga Gründung der internationalen avantgardistischen Kulturzeitschrift »i-10«. 1929-59 Chefarchitekt, später Leiter der Abteilung Stadtentwicklung in Amsterdam. Dort entsteht Eesterens Hauptwerk, der Algemeen Uitbreidingsplan Amsterdam (AUP), 1936 zusammen mit Van Lohuizen. Ebd. realisiert Eeesteren die Errichtung vor allem der westlichen Gartenstädte auf der Grundlage des internationalen Funktionalismus, entwickelt auf den verschiedenen Congrès Internationaux d'Architecture Moderne, denen er 1930-47 vorstand. Die Forderung nach genügend Abstand zwischen den Wohnhäusern, Grünflächen und einer räuml. Trennung zw. Arbeitsstätte und Wohnung lagen den geräumig und klar gegliederten Zeilenbauvierteln, die während des Wiederaufbaues nach dem 2. Weltkrieg in Amsterdam entstehen, als Prinzipien zugrunde. Während und nach der deutschen Besetzung ist Eesteren in verschiedenen Studiengruppen aktiv, die sich mit der Planung des Wohnungsbaues der Nachkriegszeit und der Anlage der Zuiderzeepolder befassen.

| Jahr | Beschreibung | Bereich | Stufe |
|---|---|---|---|
| 1921 | Rompreis für Rompreis |

In der Nacht vom 13. zum 14. Januar 1999 ist der niederländische Architekt Aldo van Eyck verstorben.
Mit seinen Bauten und Publikationen sowie als Lehrer an verschiedenen Architekturschulen war er eine der wichti…