Studium: bis 1916 Fachschule für Malerei, Bildhauerei und Baukunst Moskau; bis 1917 Akademie der Künste Petrograd (Sankt Petersburg). Nach 1917 erneut in Moskau. 1918-24 im Mossovet-Architekturstudio (Leitung Aleksej Viktorovič ščusev) Beschäftigung mit dem Plan zur Rekonstruktion Moskaus.
Lehrtätigkeit: Freie Werkstätten SVOMAS; ab 1920 VCHUTEMAS. Ab 1921 Mitglied der Architektur-Arbeitsgruppe am Institut für künstlerische Kultur INCHUK. Zusammen mit Nikolaj Aleksandrovič Ladovskij und Vladimir Fedorovič Krinskij Überarbeitung von VCHUTEMAS-Lehrplänen, vor allem des Hauptstudios. 1923 mit Ladovskij Mitbegründer der avantgardistischen Architekturvereinigung ASNOVA, die sowohl der traditionellen Moskauer Architektengesellschaft als auch den Konstruktivisten oppositionell gegenüberstand; zahlreiche programmatische Publikationen. In Dokučaevs Atelier entstanden viele bemerkenswerte Projekte (unter anderem von Trifon Nikolaevič Varencov, Neue Stadt, 1928; Nikolaj Pavlovič Travin, Kongreßpalast der UdSSR, 1929). Nach Auflösung der Vereinigung 1932 Mitarbeit an verschiedenen Projekten zur Stadtgestaltung. Dokučaevs eigene Entwürfe waren weniger folgenreich als sein Engagement in Lehre und Publizistik.