Im Anschluss an eine in München bei Friedrich Sustris empfangenen Ausbildung unternimmt Johann Matthias Kager eine Studienreise nach Italien. Nach München zurückgekehrt, avanciert er zum Hofmaler Maximilians I. von Bayern. 1603 lässt er sich in Augsburg nieder, wo zahlreiche Wand- und Tafelbilder, Miniaturen, Kupferstiche sowie architektonische Entwürfe entstehen. Kagers malerisches und grafisches Werk verbindet unter dem Einfluss von Christoph Schwarz, Hans Rottenhammer und Peter Paul Rubens spätmanieristische Gestaltungsprinzipien mit barocken Elementen. Seine Augsburger Fassadenmalereien sind ebensowenig erhalten wie die zuvor in München entstandenen.
Auch die nach Entwürfen Kagers ausgeführte Dekoration des »Goldenen Saales« im Augsburger Rathaus wurde im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört.
