Max Taut wurde als Architekt an der Baugewerbeschule in Königsberg ausgebildet. Anschließend war er 1905-06 Architekt der städtischen Bauverwaltung in Rixdorf bei Berlin, wo er mit Mies van der Rohe zusammenarbeitete, danach Mitarbeiter von Hermann Billing in Karlsruhe, bevor er sich 1911 als Architekt in Berlin selbständig machte. Von 1918-31 Partnerschaft mit seinem Bruder Bruno Taut und Franz Hoffmann (bis 1950). 1918 Gründungsmitglied der »Novembergruppe« und des »Arbeitsrates für Kunst«, aus dem sich »Der Ring« bildete, eine Vereinigung, der eine Vielzahl avantgardistischer Architekten und Künstler Anfang der 20er Jahre angehörten. Korrespondent der von Bruno Taut begründeten Gläsernen Kette; in dieser Zeit schuf Taut visionäre, futuristische Architekturzeichnungen. 1922 nahm er am Wettbewerb für das Gebäude der Chicago Tribune teil. Von seinen bis 1933 verwirklichten Bauten sind unter anderem zu nennen das Bürogebäude des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (1922-23), das Wohn- und Geschäftshaus der Deutschen Buchdrucker (1924-25), beide in Berlin, sowie die Beteiligung mit zwei Häusern an der Weißenhofsiedlung in Stuttgart, 1927. Während des Dritten Reiches wurde Taut vom Regime diffamiert; erst nach 1945 konnte er seine Tätigkeit wiederaufnehmen. 1945-54 hatte Taut eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Berlin. Mit dem Wohnhaus an der Methfesselstraße (1954-55) errichtete er eines der ersten Wohnhochhäuser in Berlin. Zu seinen letzten Großprojekten gehörte die August-Thyssen-Siedlung in Duisburg (1955-64).






| Zeitraum | Name | Typ |
|---|---|---|
| Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin | ||
| Novembergruppe |


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