Über Leben und Werk Franz Roeckles ist bisher nur Bruchstückhaftes bekannt. Als gebürtiger Liechtensteiner kam er nach seinem Studium in Stuttgart 1908 nach Frankfurt. Vor dem Ersten Weltkrieg wurden hier nach seinen Plänen unter anderem die Synagogen im Westend und in der Offenbacher Goethestraße sowie das israelitische Kranken- und Schwesternhaus errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg hat Roeckle unter anderem das als »Frankfurter Schule« berühmt gewordene Institut für Sozialforschung sowie die ABG-Siedlung Hallgartenstraße gebaut. In der Ära von Ernst May, der maßgeblich an der Planung beteiligt war, entwarf und realisierte Roeckle, teilweise in Kooperation mit anderen Architekten, weitere Wohnsiedlungen und Wohnungsbauten: Die Wohngebäude in der Raimundstraße, die Siedlung Im Teller und die Siedlung Goldstein. Nach 1934 verliert sich die Spur von Franz Roeckle. Darf man alten Adressbüchern glauben, hat er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Frankfurt gelebt.


An der Mörfelder Landstraße in Frankfurt baut das das Büro Stefan Forster Architekten ein Wohn- und Ges…