| Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|
| 1472–1514 | Gesamtplanungs- und Bauzeit |
Sant' Andrea wurde von Alberti 1472, in seinem Todesjahr, begonnen und im 18. Jahrhundert von Filippo Juvara, der die Kuppel baute, vervollständigt. Der Grundriss hatte die Form eines lateinischen Kreuzes mit einem einzigen von zwei Kapellen flankierten Hauptschiff und diente zahlreichen späteren Kirchen als Vorbild. Die majestätische Fassade verbindet einen Triumphbogen mit einer Tempelfront und ist das bemerkenswerteste Element des Außenbaus. Die Gesamtkonzeption demonstriert eine recht unverbindliche Einstellung zu den antiken Modellen.
Das beeindruckende kassettierte Tonnengewölbe, das dem Innenraum der Sant' Andrea eine gewisse Erhabenheit verleiht, illustriert eindeutig, daß sich Alberti von der Architektur des antiken Rom leiten ließ. Die ebenfalls mit kassettierten Tonnengewölben überspannten und mit Pilastem versehenen Seitenkapellen wiederholen im gleichen Maßstab die Gliederung und den Rhythmus der Fassade und tragen zu einem einheitlichen Eindruck bei. Im Innenraum der Kirche befinden sich auch einige Gemälde und das Grab des berühmten Malers und Kupferstechers aus Mantua, Andrea Mantegna.