| Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|
| 1816–1820 | Gesamtplanungs- und Bauzeit |
Die Entstehungsgeschichte der Piazza del Popolo reicht bis in die Antike zurück. Auf dem noch unregelmäßig umbauten Gelände bot sich dem von Norden auf der Via Cassia oder der Via Flaminia kommenden Reisenden hinter der Porta Flaminia einer erster großartiger Eindruck der Stadt. Am Beginn der Via Lata befand sich ein mit dem Grab Neros oder Marcellus' identifiziertes Monument, daß als letztes in diesem Bereich erhaltenes Bauwerk des alten Rom im frühen 16. Jahrhundert zerstört wurde. In diese Zeit fallen auch die ersten Erweiterungen des Areals und der auf dieses zuführenden Straßen. So trassierten 1518 Raffael und Antonio da Sangallo d. J., auf Veranlassung Leos X. die Via Leonina (heute Via di Ripetta), die zu dem neben dem Augustus-Mausoleum gelegenen Flußhafen führte. Die unter Clemens VII. im Heiligen Jahr 1525 als dritter Straßenzug angelegte und nach ihm benannte Via Clemenze wurde erst unter Paul III. beendet, dessen Namen sie als Via Paolina (heute Via del Babuino) auch annahm. 1562-65 ließ Pius IV. die antike Porta Flaminia nach Entwürfen Michelangelos (?) umgestalten. Die fortan nach der benachbarten Kirche Santa Maria del Popolo benannte Porta del Popolo erfuhr 1655 anläßlich der Ankunft und Konversion der Königin Christine von Schweden eine erneute Umgestaltung. 1589 gelangte in der Mitte des zuvor auf Initiative Sixtus V. erweiterten Platzes der auf dem Gelände des Circus Maximus ergrabene Obelisco Flaminio zur Aufstellung.
1658 erteilte Alexander VII. Carlo Rainaldi den Auftrag zur Errichtung zweier nahezu identischer Marienkirchen, die als monumentales Tor die Öffnung zum Corso flankieren sollten. Als ausführende Architekten der beiden Zwillingskirchen Santa Maria di Montesanto und Santa Maria dei Miracoli fungierten unter anderem Gian Lorenzo Bernini und Carlo Fontana. Die beiden überkuppelten Zentralbauten sollten einen wichtigen urbanistischen Akzent für die nördliche Innenstadt sowie die spätere Neugestaltung des Platzes setzen.
Dieser erhielt sein heutiges Aussehen 1816-20 durch Giuseppe Valadier, der bereits 1794 die entsprechenden Pläne vorgelegt hatte. Diese sahen einen Abschluß der zum Tiber und zum unmittelbar angrenzenden Pincio gewandten Schmalseiten durch halbrund geführte Mauern vor, in deren Mitte sich zwei 1822-23 von Giovanni Ceccarini geschaffenen Brunnen befinden. Mit der terrassenförmigen Anlage des Pincioabhangs schuf der Architekt eine effektvolle Verbindung zu dem von ihm angelegten öffentlichen Park.

Roma, Piazza del Popolo, Santa Maria di Monte Santo und Santa Maria dei Miracoli
21. Mai 2007
| Ich, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit. In manchen Staaten könnte dies rechtlich nicht möglich sein. Sofern dies der Fall ist: Ich gewähre jedem das bedingungslose Recht, dieses Werk für jedweden Zweck zu nutzen, es sei denn Bedingungen sind gesetzlich erforderlich. |