| Zeitraum | Beschreibung |
|---|---|
| 1915–1919 | Architekturstudium an der Kunstgewerbeschule Wien (bei Oskar Strnad und Heinrich Tessenow), daneben Praktikum bei Oskar Strnad |
| 1918 | Büropraxis bei Robert Oerley in Wien |
| 1919 | Büropraxis in Holland bei Architekt Vermeer |
| 1919 | Studienreise nach Holland |
| 1920–1926 | Architektin in Wien |
| 1921 | Zusammenarbeit mit Ernst Egli (Bau eines Kinderheimes der Siedlung »Eden«) |
| 1921 | Mitarbeit an der »Ersten gemeinnützigen Siedlungsgenossenschaft für Kriegsinvalide« unter Führung von Adolf Loos (Siedlung »Friedensstadt«) |
| 1922–1925 | im Baubüro des »Österreichischen Verbandes für Siedlungs- und Kleingartenwesen« (Bebauungspläne, diverse Siedlungshäuser) |
| 1926–1930 | im Hochbauamt in Frankfurt am Main, bei Prof. Ernst May (Schwerpunkt: Rationalisierung der Hauswirtschaft) |
| 1930–1933 | Mitarbeit bei der Frankfurter Gruppe in der Sowjetunion »Brigade May«, (Schwerpunkt: Arbeitersiedlungen, Schulen und Kindergärten) |
| 1931–1932 | Assistentin an der Moskauer Akademie (Institut für Familienplanung) |
| 1934 | Studienreise nach China und Japan |
| 1934 | Studienreise nach Japan und China |
| 1934–1936 | Mitarbeiterin an der Akademie für Architektur in Moskau (Schwerpunkt: Möbel und Kindermöbel) |
| 1936–1937 | im Volkskommissariat für Bildungs- und Gesundheitswesen in Moskau (Schwerpunkt: Schulen und Kindergärten) |
| 1937–1938 | Parisaufenthalt (diverse Schul- und Kindergartenprojekte) |
| 1938–1941 | Lehrauftrag an der Akademie der schönen Künste, Istanbul, Türkei |
| 1941–1945 | inhaftiert wegen Betätigung im Widerstand |
| 1945–1947 | in der Stadtbaudirektion von Sofia, Bulgarien (Leitung der Abteilung Kinderanstalten) |
| ab 1948 | freiberufliche Architektin und Publizistin in Wien |
| 1956 | Chinareise |
| 1961 | Kubareise |
| ca. 1963 | Berufung nach Havanna (Expertin für Kinderanstalten) |
| ca. 1966 | Berufung an die Deutsche Bauakademie (Expertin für Kinderanstalten, Konzept eines Baukastensystem) |
Studium bei Heinrich Tessenow und Oskar Strnad an der Wiener Kunstgewerbeschule, wirkte ab 1920 als Mitarbeiterin von Adolf Loos in der Wiener Siedlungsbewegung; 1924 mit Behrens, Frank, Hoffmann, Loos und Strnad Planung des Winarsky-Hofes in Wien. 1926 Berufung ans Hochbauamt der Stadt Frankfurt/M., 1927/28 Entwicklung der »Frankfurter Küche«. 1930 ging sie mit der Gruppe von Ernst May in die Sowjetunion, wo sie Arbeitersiedlungen und Kindergärten plante. 1932 Beteiligung an der Wiener Werkbundsiedlung, 1938 Berufung an die Akademie der Schönen Künste Istanbul. Während des Krieges wird sie Aktivistin im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 1940 in Wien verhaftet und zum Tode verurteilt, entging sie aber der Hinrichtung. Nach 1945 in Sofia tätig, ab 1947 in Wien.
zur Frankfurter Küche:
Als erste moderne seriell hergestellte Einbauküche entstand sie 1927 – 28 im Rahmen von Ernst Mays sozielreformerischem Bauprogramm »Das neue Frankfurt«. Nur sechseinhalb Quadratmeter groß, war die Frankfurter Küche durch Raumökonomie und streng funktionale Einrichtung ein Beitrag zur »Rationalisierung der Hauswirtschaft« und wurde bis 1930 in rund 10.000 Wohnungen der Frankfurter Sozialsiedlungen eingebaut. Die Frankfurter Küche war das Vorbild der »Schwedenküche«, die seit den fünfziger Jahren weltweit Einzug in den Haushalt hielt.







| Zeitraum | Name | Typ |
|---|---|---|
| KZ-Verband | ||
| 1923–1927 | SDAP | Mitglied |
| ab 1937 | Regierungskommmission zur Auswahl von Möbeln für die Industrieproduktion | Mitglied |
| ab 1939 | KPÖ | Mitglied |
| 1948–1969 | Bund Demokratischer Frauen Österreichs BDFÖ
|
|
| ab 1987 | Hochschule für angewandte Kunst, Wien | Ehrenmitglied |
| ab 1989 | Technische Universität Graz | Ehrendoktor |
| ab 1991 | Hochschule der Bildenden Künste in Hamburg | Ehrenmitglied |
| ab 1992 | Technische Universität München | Ehrendoktor |
| ab 1993 | Technische Universität Berlin | Ehrendoktor |
| ab 1994 | Technische Hochschule Wien | Ehrendoktor |
| ab 1997 | Universität Innsbruck | Ehrendoktor |
| ab 1994 | Akademie der Bildenden Künste Wien | Ehrenmitglied |
| 1929–1956 | CIAM
|
|
| Deutscher Werkbund | Mitglied | |
| ab 1948 | Union Internationale des Architectes | Mitglied |
| Jahr | Beschreibung | Bereich | Stufe |
|---|---|---|---|
| 1922 | Medaille der Gemeinde Wien | in Bronze | |
| 1992 | Ehrenmedaille der Stadt Wien | in Gold | |
| 1987 | Ehrenmedaille für Verdienste um die Befreiung Österreichs | ||
| 1993 | Ehrenring der Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten | ||
| 1977 | Joliot-Curie-Medaille der Weltfriedensbewegung | ||
| 1985 | Prechtl-Medaille der Technischen Universität Wien | ||
| 1923 | Ehrenmedaille der Gemeinde Wien | in Silber | |
| 1989 | IKEA-Preis | ||
| 1919 | Lobmeyr-Preis (Projekt eines Kulturpalastes) | ||
| 1917 | Max-Mauthner-Preis (Wohnküche in der äußeren Vorstadt) | ||
| 1988 | Österreichischer Staatspreis für Wissenschaft und Kunst
|
||
| 1993 | Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst | ||
| 1980 | Preis der Stadt Wien für Architektur | ||
| 1980 | Preis der Stadt Wien für Architektur | ||
| 1980 | Preis der Stadt Wien für Architektur |


Foto: privat

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